Submitted by olav.schettler on Thu, 18/12/2003 - 22:46.

Aktuell: EM-Spiel

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Die Marienschule in der Bonner Altstadt hat einen interkulturellen Computerclub come_IN gegr�ndet, in dem V�ter und Kinder, aber speziell auch M�tter und Kinder aus dem Quartier gemeinsam am Computer lernen und beispielsweise einen multimedialen F�hrer durch die alte oder neue Heimat gestalten. So will come_IN Migrantenkinder und -eltern in der Bonner Altstadt durch gemeinsame Projekte mit und am Computer sozial und kulturell besser integrieren und ihnen damit bessere Bildungs- und Berufschancen geben.

Die Kinder der Marienschule stammen aus unterschiedlichen sozialen Lebensr�umen und Kulturen. Sie leben allerdings mit ihren Familien in der Bonner Altstadt eher neben- als miteinander. Die gr��eren Migrantengruppen, speziell aus der T�rkei, haben dort Gesch�fte, Caf�s, Friseure usw., in denen sie unter sich bleiben und ihre Muttersprache sprechen. Deshalb lernen viele Eltern und Kinder nicht genug Deutsch. Fehlende Deutschkenntnisse und mangelnde kulturelle Integration f�hren dazu, dass viele der ausl�ndischen Kinder schon beim Schuleintritt erheblich benachteiligt sind. Auf die �u�erst problematischen Konsequenzen dieses Sachverhalts hat bereits die PISA-Studie hingewiesen.

Das wollen die Gr�nder von come_IN �ndern. "Wir k�nnen mit den Migrantenkindern Chancengleichheit im Unterricht nur dann erreichen, wenn wir deren Eltern als Partner mit einbeziehen. Deshalb laden wir ausl�ndische und deutsche Eltern nachmittags zu einem stadtteilorientierten Computertreffpunkt in die Marienschule ein. Dort k�nnen M�tter und Kinder, V�ter und Kinder gemeinsam am Computer lernen, eigene Projekte organisieren und darin kreativ gestalten. Wir erhoffen uns regen Zuspruch aus unserer Elternschaft, aus dem Quartier, denn auch viele ausl�ndische Eltern sehen die Beherrschung des Mediums Computer heute als Schl�ssel zum sozialen Erfolg", erl�utert Frau Kansy, eine der Initiatorinnen von come_IN.

Die Marienschule kann auf eine 120 Jahre alte Tradition zur�ckblicken. Die Schule bem�ht sich um bestm�gliche F�rderung ihrer Sch�lerInnen nach reformp�dagogischen, besonders Montessori-orientierten Zielen und Werten. Seit 10 Jahren werden die Sch�ler in jahrgangsgemischten Klassen unterrichtet. Die Lehrerinnen bevorzugen einen offenen, handlungsorientierten Unterricht mit Freiarbeit, Werkst�tten, Stationen und vielen Projekten. Die Arbeit am Computer ist in die Freiarbeit bereits fest integriert.

Mit der Einrichtung des interkulturellen Computerclub betritt die Marienschule auch aus wissenschaftlicher Sicht Neuland. Deshalb arbeitet sie mit Prof. Volker Wulf und seinem Team von der Universit�t Siegen zusammen. Ziel ist es dabei sowohl geeignete Arbeitsformen als auch passende Computerbauk�sten zur Unterst�tzung interkultureller Projektarbeit zu entwickeln. �Die bei come_IN gesammelten Erfahrungen haben gro�e Bedeutung auch jenseits der Bonner Altstadt. Sie k�nnen den Weg weisen zu einer besseren sozialen Integration von Migrantenfamilien� w�nscht sich Prof. Wulf.

Der interkulturelle Computerclub der Marienschule wurde am 2. M�rz 2004 in Anwesenheit von Oberb�rgermeisterin B�rbel Dieckmann er�ffnet. Der Computerraum f�r come_IN wurde vom Schulamt der Stadt Bonn eingerichtet. Aus Mitteln der Stiftung Jugendhilfe der Sparkasse Bonn wurden vier neue Computer finanziert. Die Firmen mva Gesellschaft f�r Kommunikations- und Technologieberatung mbh und contAire GmbH haben den Computerclub mit weiterer Hardware unterst�tzt und einen Videoschnittplatz eingerichtet. Dar�ber hinaus hat die mva das Logo f�r come_IN entwickelt und damit dem Computerclub ein eigenst�ndiges Gesicht gegeben. Sterntaler e.V. unterst�tzt die Kinderbetreuung im Computerclub. T�rkische und deutsche Eltern haben gemeinsam an der Einrichtung des Clubraums gearbeitet.

Geplante Aktivit�ten

  1. Comenius
  2. T�rkei
  3. Sprachenlernen
  4. Schreiben von Texten
  5. P�dagogische Spiele

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