Die Altstadt bietet eine Fülle von Zeugnissen aus der römischen Vergangenheit unserer Stadt. Direkt vor der Haustüre lässt sie unseren Kindern (und Erwachsenen) Geschichte lebendig werden.
Vor 2000 Jahren befand sich im Bonner Norden das römische Soldatenlager ‘‘castra Bonnensia’‘. Die Heerstraße, an der unsere Schule liegt, führt auf das ehemalige Soldatenlager zu. Sie ist mit einer ganzen Reihe von Nachbildungen römischer Denkmäler und Grabsteine ausgestattet. Manche sind genau an der Stelle aufgestellt, an der sie gefunden wurden. Besonders hervorzuheben ist der ‘‘Matronenstein’‘, der gegenüber unserer Schule steht. Er zeigt römische Schutzgöttinnen.

‘‘Römischer Matronenstein’‘
Nicht weit von der Marienschule entfernt befindet sich in der Grünanlage zwischen Wohnblocks an der Graurheindorfer Straße ein archäologischer Park, in dem orginale Überreste aus römischer Zeit sowie ein Bronzemodell des Römerlagers und der Grundriss der ältesten Kirche Bonns, der Dietkirche, zu besichtigen sind. Weitere römische Denkmäler befinden sich am Beginn des Rosentals, An der Esche und am Augustusring.
Es lohnt sich, die Altstadt mit Blick nach oben zu durchstreifen. Eine Fülle schöner, originaler Bürgerhäuser aus dem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts säumen die Straßen dieses Stadtteils.
Vor allem seit den letzten 20 Jahren verfügt die Altstadt über ein besonders lebendiges kulturelles Leben. Es manifestiert sich im Kunstcarré und einer Anzahl von Atelierhäusern.
Zum Kunstcarré gehören:
August-Macke-Haus, Bornheimerstraße 96,
ehemaliges Wohnhaus des Bonner Malers August Macke. 1989 wurde es durch den August-Macke-Verein vor dem Verfall gerettet. Heute werden dort wechselnde Ausstellungen gezeigt, die in weitem Sinne in Bezug zu August Macke stehen. Für unsere Kinder ist das August-Macke-Haus wichtig und interessant, lebte doch dort der Künstler, der aus seinem Atelier auf ihr Viertel schaute, ihr Viertel, ihre Marienkirche malte. Der Besuch von Mackes Atelier und das eigene Malen vor Ort stellen für die Kinder eine besondere Attraktion dar.

Künstlerforum und Bonner Kunstverein, Hochstadenring 22,
zeigen in ihren Wechselausstellungen wegweisende Strömungen aktueller Kunst.
Frauen-Museum, Im Krausfeld 10,
Vorrangiges Ziel des Frauen-Museums, das seit 1981 besteht und das erste seiner Art ist, ist die Förderung der bildenden Kunst von zeitgenössischen internationalen Künstlerinnen. Ständig wechselnde
Ausstellungen belegen dieses Anliegen. Zu den Angeboten des Frauen-Museums gehören ferner ein Literatur-Atelier, ein Archiv über Künstlerinnen und Politikerinnen, Ateliers, in denen Künstlerinnen praktisch arbeiten können sowie unterschiedliche Workshops, auch für Kinder und Jugendliche. Auch in unserer Schule hängen Arbeiten, die von unseren Kindern im Frauenmuseum gestaltet wurden.
Einen besonderen Anziehungspunkt stellt die Altstadt für bildende Künstler dar, die in Atelierhäusern anregende Arbeitsmöglichkeiten finden. Atelierhäuser gibt es z. B. in der Dorotheenstraße, Georgstraße, Wolfstraße, Breitestraße und am Hochstadenring. Von Zeit zu Zeit öffnen die Künstler ihre Ateliers und laden Besucher zur Besichtigung ihrer Arbeiten ein. Termine können der Tagespresse entnommen werden. Eine Sonderstellung nimmt Kult 41 (Hochstadenring 41) ein, wo nicht nur Ausstellungen besucht werden können, sondern auch Filmabende, Konzerte und ähnliche Veranstaltungen sowie Kaspertheater für Kinder.
